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Halbjahresabschluss von Implenia: Weiterhin auf Kurs

Der im Vorjahr aus der Fusion der beiden grössten Schweizer Bauunternehmen Zschokke und Batigroup hervorgegangene Baudienstleister Implenia präsentiert einen erfreulichen Halbjahresabschluss, der sich im Rahmen der hohen Erwartungen bewegt.

Das operative Ergebnis (EBIT) stellte sich auf 12,8 Mio. Franken. Das Gesamtergebnis erreichte 3,5 Mio. Franken nach Berücksichtigung der Integrations-/Sonderkosten und der Abschreibung immaterieller Werte von zusammen 6,7 Mio. Franken. Der Konzernumsatz des ersten Semesters übertraf mit 1,444 Mrd. Franken den Vorjahreswert um 5%. Für das gesamte Geschäftsjahr 2007 rechnet die Konzernleitung dank des derzeit guten Auftragsbestands sämtlicher Bereiche mit einem Umsatz von rund 3,0 Mrd. Franken und einem guten Gesamtergebnis nach Abzug ausserordentlicher Aufwendungen.

„Die Entwicklung seit dem Fusionsentscheid bestätigt die im Vorfeld getroffenen Annahmen“, kommentiert CEO Christian Bubb den Halbjahresabschluss 2007. „Implenia ist nun in der Lage, in allen Geschäftsfeldern die unangefochtene Führungsposition in der Schweiz konkret anzupeilen und punktuell attraktive Auslandmärkte zu erschliessen.“

Das Eigenkapital per 30. Juni betrug 369,8 Mio. Franken. Der konzernweite Auftragsbestand lag Ende Juli 2007 bei 2696 Mio. Franken und verteilt sich über mehrere Jahre.

Anpassung der Organisationsstruktur
Unter Berücksichtigung der aktuellen und erwarteten Marktbedürfnisse wurde die Konzernstruktur reorganisiert. Implenia setzt sich nun aus vier Konzernbereichen zusammen. Der Bereich Real Estate, der die Generalunternehmung einschliesst, befasst sich primär mit Dienstleistungen, die dem Bauen vor- und nachgelagert sind, wie zum Beispiel der Projektentwicklung, dem Engineering und Immobilien-Dienstleistungen. Im Produktionsbereich ist der Konzernbereich Infra für den klassischen Hoch-, Tief-, Strassen- und Ingenieurtiefbau, der Konzernbereich Tunnelbau und Totalunternehmung für grosse Infrastrukturprojekte im Tunnelbau und der Bahntechnik zuständig. Schliesslich fasst der Konzernbereich Global Solutions sämtliche Auslandaktivitäten zusammen.

Konzernbereich Real Estate
Der Konzernbereich Real Estate (Immobilien, Engineering, Generalunternehmung) rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2007 mit einem Umsatz von rund 1305 Mio. Franken und einem EBIT-Ergebnis vor ausserordentlichen Kosten von rund 33,2 Mio. Franken. Der Auftragsbestand betrug Ende Juli 1196 Mio. Franken. Der Konzernbereich positioniert sich als innovativer Anbieter von Gesamt- und Teillösungen für private und institutionelle Immobilieninvestoren.

Konzernbereiche Infra und Tunnelbau/Totalunternehmung (Bauproduktion)
Der Jahresumsatz der gesamten Bauproduktion dürfte 2007 rund 1682 Mio. Franken erreichen. Das EBIT-Jahresergebnis wird aus heutiger Sicht auf rund 40 Mio. Franken vor ausserordentlichen Kosten veranschlagt. Der Auftragsbestand lag Ende Juli 2007 bei 1499 Mio. Franken und verteilt sich vor allem im Untertagbau auf mehrere Jahre. Die gegenüber 2006 deutliche Verbesserung ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die Synergiemassnahmen zu greifen begonnen haben.

Konzernbereich Global Solutions
Dieser Konzernbereich führt und koordiniert sämtliche Auslandaktivitäten. Er vereinigt alle im Konzern vorhandenen Kompetenzen und bietet sich einer internationalen Kundschaft in ausgewählten Regionen und Segmenten an. Dabei stehen Infrastrukturlösungen und Dienstleistungen im Segment der „High Quality Buildings“ im Vordergrund. Bereits konnten erste Projekte in Russland und im Nahen Osten akquiriert bzw. abgewickelt werden, darunter ein Vorprojekt inklusive Design für zwei Stadien im russischen Sotschi für die Winterolympiade 2014.

Weiterhin keine Einigung mit Laxey
Der englische Hedge Fund Laxey Partners erwarb im Frühjahr 2007 heimlich ein Aktienpaket von formell gemeldeten 22,9%. Über seine Absichten besteht nach wie vor Unklarheit. Der Verwaltungsrat lehnt deshalb die Eintragung dieses Aktienpakets - mit Ausnahme der bereits erfolgten Registrierung von 4,9% - gestützt auf die Statuten und das Eintragungsreglement ab, da er der Ansicht ist, dass dadurch aufgrund der geltenden Gesetzgebung (Lex Koller) geschaffene Werte zerstört und die weitere Entwicklung von Implenia auf der Basis des geltenden und erfolgreichen Geschäftsmodells gefährdet bzw. verunmöglicht würde. Der Verwaltungsrat bekräftigt seinen Entscheid, die Nichteintragung weiterer Aktien von Laxey durchzusetzen und damit die Interessen der grossen Mehrheit der Aktionäre zu schützen.

Positiver Ausblick
Dank des guten Auftragsbestandes sämtlicher Konzernbereiche ist im 2007 mit einem über dem Vorjahr liegenden Gesamtumsatz von 3000 Mio. Franken zu rechnen. Die Konzernleitung erwartet im Weiteren ein – nach Abzug der für das ganze Geschäftsjahr anfallenden ausserordentlichen Aufwendungen – gutes Gesamtergebnis. Die restlichen 2007 anfallenden Integrations-/Sonderkosten und die Abschreibung immaterieller Werte betragen voraussichtlich rund 19,5 Mio. Franken. In den kommenden Jahren sollten zudem die aus der Fusion resultierenden Synergieeffekte zu einer Verbesserung der Resultate in den auch inskünftig margenarmen Produktionssegmenten beitragen.

Kontakt:


Dietlikon, 13.9.2007
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