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Guter Halbjahresabschluss 2009

Solide Ertragslage – Hoher Auftragsbestand – Zuversichtlicher Ausblick

D i e t l i k o n, 22. September 2009 – Der Baudienstleistungskonzern Implenia blickt auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2009 zurück. Das operative Ergebnis erreichte 10,5 Mio. Franken, das Konzernergebnis 6,2 Mio. Franken. Dieses gute Resultat wurde bei einem gegenüber der Vorjahresperiode leicht tieferen Konzernumsatz von 1040 Mio. Franken erzielt. Der aktuelle Auftragsbestand per Ende August zeigt weiterhin ein erfreuliches Bild und beträgt 3,2 Milliarden Franken. Auf dieser Grundlage wird für das ganze Geschäftsjahr 2009 ein stabiler Umsatz und ein leicht über dem bereinigten Vorjahresresultat liegendes Konzernergebnis erwartet.

Für die Beurteilung des operativen Ergebnisses von 10,5 Mio. Franken in den ersten sechs Monaten 2009 (Vorjahr 23,7 Mio. Franken) gilt es zu berücksichtigen, dass im Vorjahressemester aus dem operativen Ergebnis von Privera sowie deren Verkauf ein ausserordentlicher Erfolg von 13,4 Mio. Franken angefallen war. Vor Berücksichtigung dieser Sonderfaktoren (like for like) betrug der EBIT 13,6 Mio. Franken gegenüber 12,7 Mio. Franken im ersten Halbjahr 2008, was einer Steigerung von 7% entspricht.

Der konzernweite Auftragsbestand lag per Ende August 2009 bei 3248 Mio. Franken (Vorjahr 3064 Mio. Franken). Er sichert bereits heute knapp 55% des für 2010 geplanten Umsatzes und verteilt sich zudem über mehrere darauf folgende Jahre. Dieser erfreuliche Wert ist einer längeren Reihe von mittleren und grossen Neuaufträgen sowohl für die Generalunternehmung als auch die Bauproduktion zu verdanken und zeugt vom Vertrauen der Kunden in unsere Firma.

Die Netto-Cash-Position des Konzerns betrug Ende Juni 25,2 Mio. Franken (Vorjahr Nettoschulden von 110,2 Mio. Franken). Das Eigenkapital belief sich auf 426,7 Mio. Franken (Vorjahr 414,8 Mio. Franken), der Cash-Flow vor Finanzierungstätigkeit auf -7,1 Mio. Franken (Vorjahr +10,6 Mio. Franken).

Konzernbereich Real Estate
Der Konzernbereich Real Estate (Generalunternehmung, Projektentwicklung, Engineering) erfreute sich einer anhaltend hohen Nachfrage und vermochte den Auftragsbestand per Ende August um 9% auf 1401 Mio. Franken zu steigern (Vorjahr 1282 Mio. Franken). Aufgrund dieser erfreulichen Auftragslage wird für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Umsatz auf mindestens Vorjahreshöhe gerechnet.
Die Generalunternehmung profitierte in der Berichtsperiode vor allem dank der weiterhin regen Wohnbautätigkeit von einer ungebrochenen Nachfrage. Auch das Geschäft mit Projektentwicklungen verlief positiv; das Jahresresultat wird nicht zuletzt davon abhängen, ob sich einzelne Grossprojekte, die sich in der Pipeline befinden, effektiv realisieren lassen. Der Engineeringbereich spürt die zurückhaltende Investitionsneigung im Industriesektor, während die Nachfrage im Bereich des nachhaltigen Bauens steigt.

Konzernbereiche Infra und Tunnel + Totalunternehmung (Bauproduktion)
Dem Konzernbereich Infra ist dank substantiellen Akquisitionserfolgen eine deutliche Steigerung des Arbeitsvorrats gelungen (+30%), und der Konzernbereich Tunnel + TU konnte den hohen, mehrjährigen Auftragsbestand halten.
Damit ergab sich ein kumulierter Auftragsbestand von 1847 Mio. Franken, der sich auf mehrere Jahre verteilt. Das kumulierte operative EBIT-Ergebnis betrug 5,8 Mio. Franken. Der Konzernbereich Infra sieht sich einem harten Preiskampf mit der Folge eines anhaltenden Margendrucks ausgesetzt, der sich angesichts der aktuellen Rezession noch verschärfen dürfte. Der Umsatz und Ertrag des Konzernbereichs Tunnel + Totalunternehmung kann trotz Wegfall des Projekts Bahntechnik Lötschberg als gut bezeichnet werden. Der Tunnelbau selbst erfreut sich deutlich gesteigerter Volumen und Ertragszahlen.

Konzernbereich Global Solutions
Der für die Auslandaktivitäten zuständige Konzernbereich blieb von den Problemen der anvisierten Zielmärkte Russland und Mittlerer Osten nicht verschont. Nach einer eingehenden Analyse wurde deshalb entschieden, das Joint Venture „Russian Land Implenia“ aufzulösen. Im Mittleren Osten baut Implenia kurz- bis mittelfristig in erster Linie auf Infrastrukturprojekte primär in Abu Dhabi und Katar. Aufgrund der Marktverwerfungen wird man das Tempo der internationalen Expansion anpassen. Unabhängig davon haben die jüngsten Turbulenzen die Richtigkeit der bewusst risikoarmen Eintrittsstrategie bestätigt.

Erneuerung des Syndikatskredits als Vertrauensbeweis
Im Berichtssemester konnten die Kreditlimiten um 100 Mio. Franken erhöht und der Ende 2009 auslaufende Syndikatskredit von 500 Mio. Franken erneuert werden. Damit stehen Implenia über die nächsten drei Jahre insgesamt 600 Mio. Franken an Kreditlinien zur Verfügung. Die mit einem landesweiten Konsortium von 19 Banken abgeschlossene Vereinbarung ist ein breit abgestütztes Zeichen des Vertrauens in die Zukunftsfähigkeit des Konzerns.

Auseinandersetzung mit Laxey
Ungeachtet des Ausbaus der Beteiligung von Laxey an Implenia auf über 50% gilt es zu beachten, dass Laxey gemäss Verfügung der FINMA und eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts ihre Beteiligung illegal aufgebaut hat. Im Juni gestand das Bundesgericht durch zwei Verfügungen Implenia entgegen einer Beschwerde von Laxey volle Akteneinsicht zu. Der Verwaltungsrat hält unverändert an seiner Eintragungspraxis für ausländische Aktionäre fest.

Positiv gestimmter Ausblick
Ausgehend von den guten Halbjahresresultaten und des hohen und qualitativ insgesamt guten Auftragsbestands wird für das ganze Geschäftsjahr 2009 ein stabiler Umsatz und ein leicht über dem bereinigten Vorjahresresultat liegendes Konzernergebnis erwartet.


Konzernzahlen 09/09
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