Der aus der Fusion hervorgegangene Baudienstleister Implenia ist auf Kurs.
Dietlikon, 12. September 2006.Der erste Halbjahresbericht bestätigt die bei der Ankündigung der Fusion gemachten Prognosen. Bei einem 10 Prozent über dem kumulierten Vorjahresumsatz liegenden Gesamtumsatz von CHF 1,308 Mia. für die ersten 6 Monate kam das neu entstandene Unternehmen mit einem operativen EBIT von CHF -3,84 Mio. nahe an den break even heran.
Nach Integrationskosten und der fusionsbedingten Abschreibung immaterieller Werte im Umfang von CHF 17,45 Mio. resultierte im traditionell schwächeren ersten Halbjahr ein Verlust von CHF -11,89 Mio.
Dank des guten Auftragsbestandes – dieser lag per Ende Juli 2006 bei rund CHF 2,7 Mia. – rechnet Implenia für das laufende Jahr mit einem rund 5 Prozent über dem kumulierten Vorjahr liegenden Umsatz von CHF 2,9 Mia. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen vom Erreichen eines positiven Konzernergebnisses nach Abzug von fusionsbedingten Einmalkosten aus.
«Die Entwicklung von Implenia im ersten Halbjahr bestätigt unsere hohen Erwartungen, die wir in den Zusammenschluss der beiden Unternehmen gesetzt haben. Sowohl in Bezug auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung als auch bezüglich der nachhaltig erzielbaren Synergien von jährlich CHF 20 Mio. und der einmalig anfallenden Fusionskosten von insgesamt CHF 45 Mio. sehen wir uns in unseren hoch gesteckten Erwartungen bestätigt», kommentiert Christian Bubb, CEO von Implenia, den ersten Halbjahresabschluss des neuen Branchenleaders.
Aufgrund der zahlreichen einmaligen Sonderfaktoren der Fusion sind aussagekräftige Vorjahresvergleiche kaum möglich. Die Transparenz des Halbjahresabschlusses wird zusätzlich durch die Tatsachen beeinflusst, dass die IFRS-Rechnungslegungsstandards keine Fusion kennen und die dadurch ausgelöste Übernahme der Batigroup durch Zschokke formell auf den 2. März 2006 zum Börsenwert der Gesellschaft vom 6. März 2006 erfolgte.
Der Cash-Flow der Gruppe vor Finanzierungstätigkeit lag zum Stichtag (weitgehend saisonal bedingt) bei CHF -59,7 Mio. Von den budgetierten einmaligen Fusionskosten von CHF 45 Mio. werden CHF 35 Mio. im laufenden Jahr anfallen, CHF 10 Mio. im 2007. Das Eigenkapital der Gruppe belief sich auf CHF 352 Mio.
Rasches Zusammenwachsen der Sparten von Batigroup und Zschokke
Mit einer Konsolidierung der Branche kann in der überblickbaren Zukunft weiterhin nicht gerechnet werden. In einem deshalb nach wie vor von einem intensiven Preiskampf geprägten Umfeld geht das Zusammenführen der operativen Einheiten in die Implenia-Konzernbereiche General- und Totalunternehmung, Bauproduktion und Real Estate jedoch planmässig voran. Aufgrund der derzeit günstigen Baukonjunktur und des hohen Auftragsbestandes mussten die Kapazitäten in wesentlich geringerem Ausmass als ursprünglich angenommen angepasst werden.
Konzernbereich General- und Totalunternehmung
Der Konzernbereich General- und Totalunternehmung erwartet für das gesamte Jahr 2006 einen Umsatz von rund CHF 1125 Mio. und einen EBIT vor ausserordentlichen Kosten von rund CHF 12 Mio.. Die auf das Geschäftsjahr 2006 entfallenden Aufwendungen betragen rund CHF 5,5 Mio.
Die Zusammenführung der beiden Generalunternehmen ist praktisch abgeschlossen. Die führende Marktstellung von Implenia in diesem Bereich ist unbestritten. Der solide Auftragsbestand erlaubt es weiterhin, auf preislich unbefriedigende Aufträge zu verzichten.
Konzernbereiche Infra und Industrieller Bau (Bauproduktion)
Der Jahresumsatz der gesamten Bauproduktion dürfte 2006 rund CHF 1580 Mio. erreichen, der Jahres-EBIT der beiden Konzernbereiche Infra und Industrieller Bau vor ausserordentlichen Kosten rund CHF 25,7 Mio. Die auf das laufende Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen belaufen sich auf rund CHF 3,4 Mio.
Die Zusammenführung der industriellen Aktivitäten (Untertage-, Spezialtiefbau und Bahntechnik) verlief ohne grössere Probleme. Im Konzernbereich Infra (Strassenbau, Hoch- und Tiefbau, Umbauten und Renovationen) ist der Fusionsprozess mit dem Zusammenlegen von Standorten und der Aufhebung von Werkhöfen in vollem Gang.
Konzernbereich Real Estate
Der neue Konzernbereich Real Estate fasst sämtliche dem eigentlichen Bauen vor- und nachgelagerten Aktivitäten zusammen. Zurzeit werden die notwendigen Reorganisationen bzw. Restrukturierungen durchgeführt und das Leistungs-Portfolio im Einzelnen definiert. Real Estate soll zum Spezialisten für alle Bereiche entlang der Wertschöpfungskette werden und in der Lage sein, Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten. Das Spektrum reicht von der Finanzierung über die Projektentwicklung und das Engineering bis hin zur Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie den Immobilienhandel.
Die im Segment Services zusammengefassten Gesellschaften (Privera, Aerni und Reuss Group) rechnen mit einem Jahres-EBIT von 2,2 Mio. Franken und einem Umsatz von 110 Mio. Franken. Die ausserordentlichen Aufwendungen werden auf rund 3,6 Mio. Franken geschätzt.
Die Projektentwicklung und Immobilienpromotion wird unter der Voraussetzung, dass bei einem Grossprojekt im zweiten Semester keine Verzögerungen eintreten, ein Resultat von 3,5 Mio. Franken erzielen. Die Desinvestitionen sollten sich budgetkonform realisieren lassen. Die ausserordentlichen Aufwendungen werden auf rund 0,8 Mio. Franken geschätzt.
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- Medienmitteilung vom 12.09.2006
(PDF – 78 KBytes)

