Das Rennen in Bildern...

Das Rennen in Bildern...

Bis hier hin war alles noch recht angenehm, aber jetzt geht's los...

... auf dem Rad kam die grosse Hitze, und eine Kräfte zehrende Aufholjagd!

Auch die Laufstrecke hatte es in sich... doch der Blick geht nach vorn.

Implenia-Botschafter Ruedi Wild holt Bronze

Es war das erste wichtige Saisonziel, und es war ein besonderes Rennen: Dieses Jahr wurde der Wettkampf in Zürich zur Europameisterschaft ernannt. Ein aufgestocktes Preisgeld und die Aussicht auf viele Quali-Punkte für den bestdotierten Triathlon der Welt Anfang September in Des Moines/USA lockte namhafte internationale Konkurrenz an. Und es war heiss!!! Dennoch - mit einer starken Leistung bei rekordverdächtigen Temperaturen war am Ende Rang drei drin.

Ruedi Wild, Sieger Javier Gomez und der Zweitplatzierte Sven Riederer (v.l.n.r.) strahlen um die Wette - sie haben es sich verdient!

Nach dem Schwimmen folgt die Aufholjagd. Ich erwischte nicht den besten Schwimmstart und wurde dann im Gewühl ein bisschen aufgehalten, obwohl ich mich ganz gut fühlte im Wasser. 40 Sekunden Rückstand waren es zum Schluss, was jedoch im 'non drafting' Rennen aufzuholen ist, wenn man in Form ist. Ich trat hart in die Pedalen und konnte schon nach der ersten von drei Radrunden zur Favoritengruppe um Javier Gomez und Sven Riederer aufschliessen (die Weltnummern zwei und vier der vergangenen Saison). Zehn Meter Abstand zwischen den Rädern müsste der Mindestabstand theoretisch betragen, allerdings hatte ich bald das Gefühl, dass es sich hier eher um eine Empfehlung handelt, als dass dies konsequent durchgesetzt würde (dafür war auch die Anzahl der Schiedsrichter auf den Motorrädern viel zu gering).

Mit Taktik durch die Rekordhitze. Gerne wäre ich mit einem kleinen Vorsprung auf die Laufstrecke gegangen, um mit dem Sieg liebäugeln zu können. Aber die Aufholjagd hat wertvolle Körner gekostet und angesichts der speziellen Umstände hielt ich es für die bessere Idee, die Energie für den 10-Kilometer-Lauf aufzusparen. Hier stellte Gomez mit einem unglaublichen Anfangstempo sogleich klar, warum er Weltmeister und Vize Olympiasieger ist. Meine Taktik in der Hitze: ein regelmässiges Tempo durchlaufen. Dadurch habe ich mich auf der zweiten Streckenhälfte zielstrebig nach vorne gearbeitet bis zum Schluss an den möglichen zweiten Rang geglaubt.

Blumen - wenn auch ohne Topf! Mit dem dritten Rang hinter Javier Gomez und meinem Kollegen Sven Riederer bin ich jedoch sehr zufrieden. Es gab zwar keinen Blumentopf, aber ich musste mich zumindest nicht ohne Blumen auf den kurzen Heimweg machen ;-). Die liessen allerdings zu dem Zeitpunkt schon wieder die Köpfe hängen, denn ich war nach dem Rennen noch gute sechs Stunden bei 35 Grad im Schatten bei meinem Arbeitgeber und Sponsor - "Sponser Sport Food" - am Stand im Expogelände präsent.

Spiel mit den Distanzen. Schon in zwei Wochen geht's weiter mit der Europameisterschaft über die Halbironman-Distanz in Wiesbaden. Ich bin gespannt, wie mein Experiment mit dem Spagat zwischen den Distanzen aufgeht um hoffe, im Idealfall wieder um einen Podestplatz mitkämpfen zu können.

Viele Grüsse, euer Ruedi