Semmering Basistunnel (Lose 1.1 und 2.1. )

Der geplante Semmering-Basistunnel (SBT) ist aktuell eines der wichtigsten Infrastruktur-Grossprojekte im Herzen Europas und Teil der neuen österreichischen Südbahn, die als zentrale Achse auf der transeuropäischen Route von der Ostsee an die Adria führt. Mit einer Gesamtlänge von 27.3 Kilometer verbindet der SBT Niederösterreich und die Steiermark.

Von Bauherrin ÖBB-Infrastruktur AG erhielt Implenia Anfang 2014 zusammen mit Swietelsky als Arbeitsgemeinschaft „ATF“ den Zuschlag für das rund 13 Kilometer lange Mittelstück (Los 2.1) „Tunnel Fröschnitzgraben“. Überdies Gemeinsam mit Hochtief und Thyssen Schachtbau wurde das Los 1.1 für den „Tunnel Gloggnitz“ mit einer Länge von rund 7.5 Kilometern zugesprochen.

Der Abschnitt Los SBT 2.1, der sowohl im TBM-Vortrieb (8,6 Kilometer) als auch in bergmännischer Bauweise (4,3 Kilometer) erstellt wird, umfasst 26 Querschläge, eine Nothaltestelle und zwei über 400 Meter tiefe Lüftungsschächte, über welche die gesamte Baustelle versorgt wird. Die Auftragssumme beträgt rund Euro 623 Mio. (Rund CHF 770 Mio., Anteil Implenia CHF 385 Mio.). Eine besondere Herausforderung des Grossprojekts sind die geologischen Verhältnisse im Bohrgebiet. Hinzu kommen die Versorgung der Baustellen mit Baustoffen sowie der Abtransport des Ausbruchmaterials. Die seit Sommer 2014 laufenden Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2024.

Das Los SBT 1.1 – das östlichste der insgesamt drei Baulose –  umfasst die Errichtung von zwei eingleisigen Streckenröhren. Diese werden zyklisch vom Portal Gloggnitz und vom Zwischenangriff Göstritz vorgetrieben und über 16 Querschläge, einem Ausrüstungsquerschlag und zwei Logistikstollen verbunden. Der Zwischenangriff umfasst einen Zugangstunnel sowie zwei 450 Meter tiefe Schächte. Die Arbeiten sind komplex: Neben Tunnel-, Schacht-, Hoch- und Strassenbau sind Hangsicherungen, Erd-, Beton-, Asphaltierungs- und Betondecken-, Entwässerungs- und Rohrleitungsarbeiten sowie Landschaftsbaumassnahmen und Instandhaltungen durchzuführen. Das Volumen beläuft sich auf EUR 457 Mio. (rund CHF 480 Mio.). Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft mit Hochtief und Thyssen Schachtbau entfallen rund 40% bzw. rund CHF 192 Mio. auf Implenia, die auch technisch federführend ist. Die Arbeiten werden im Sommer 2015 aufgenommen und dauern bis 2024.

Situationsplan, Karte

Leistungen der Sparte

  • Auftragssumme: CHF 1’250 Mio.
  • Bauzeit: 2014 - 2024
  • Länge: 28’000 m.