Zürich Hauptbahnhof, Durchmesserlinie Los 3.2, Schacht Südtrakt

Für die sichere Schildeinfahrt der Tunnelvortriebsmaschine Weinbergtunnel Zielschacht Südtrakt am Hauptbahnhof Zürich wurde Richtung Limmat ein Dichtblock von 16 m Länge, 17 m Breite und 17 m Höhe mittels Niederdruckinjektionen in den bestehenden Baugrund erstellt. Ziel war die Erhöhung der Festigkeit und Herabsetzung der Durchlässigkeit des Bodens. Die obere Hälfte dieses Dichtblocks liegt im Limmatschotter (ca. 1800 m3 Bodenvolumen), die untere Hälfte in den Seeablagerungen (ca. 1500 m3 Bodenvolumen).

Für das Ausinjizieren dieser Bodenmatrix gelangten 4 Phasen mit verschiedenen Rezepturen und Injektionsmitteln zum Einsatz. Neben Normalzement und Bentoniten wurden auch Feinstzement, Microsilica und Silikatgele injiziert. Die Mischungsermittlung erfolgte durch den Unternehmer mittels Vorversuchen im Labor.

In verrohrte, annähernd horizontale Bohrungen aus dem vorgängig erstellten Schlitzwandschacht wurden Kunststoffmanschettenrohre mit einem Manschettenabstand von 33 cm eingesetzt. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der hohe Wassergegendruck dar (Bohren bis 10 m unter Grundwasserspiegel). Dafür wurde ein spezieller Bohrpreventer entwickelt. Über die Manschettenrohre wurde das Injektionsgut mittels Doppelpackern systematisch in den Baugrund eingebracht. Eine automatisierte Misch- und Pumpenanlage zeichnete die relevanten Drücke und Mengen digital auf. Mit Hilfe dieser Daten wurde der Injektionserfolg täglich ausgewertet und räumlich dargestellt.

Situationsplan, Karte

Leistungen der Sparte

Injektionen

Spezielle Kennzahlen zum Projekt

Manschettenrohre

2400 m

Bentonit

22 t

Normalzemente

123 t

Feinstzemente und Microsilica (Slurry)

81 t

Silikatgel

120 m3

Leistungen der Implenia